To-Dos im Herbst - Den Garten winterfest machen - Eine Checkliste
Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken, der Herbst steht vor der Tür. Jetzt ist es an der Zeit, Ihren Garten winterfest zu machen. Damit Ihr Garten im nächsten Frühjahr wieder in seiner vollen Pracht zum Leben erwacht, zeigen wir Ihnen in dieser Checkliste die wichtigsten Arbeiten auf einen Blick.
1. Die letzten Handgriffe im Garten
- Die letzte Ernte aus dem Beet einholen:
Karotten, Rote Bette oder Sellerie können noch bis in den Spätherbst geerntet werden.
- Beete von Unkraut, Pflanzenresten und abgestorbenen Blättern
befreien:
Unkraut macht auch vor dem Herbst keinen Halt und wächst weiter, bis es eingefroren, oder von Schnee bedeckt ist. Es lässt sich also nur durch Jäten entfernen.
- Beete durchhaken:
Haken Sie Ihr von Unkraut befreites Beet leicht durch, damit dieses gut durchlüftet bleibt. So verhindern Sie, dass der Boden zu stark verdichtet wird, was für das Wachstum neuer Pflanzen von Bedeutung ist.
- Hochbeete abdecken:
Da Hochbeete durch die erhöhten Seitenwände schneller auskühlen, sind sie kälteempfindlicher, der Boden friert schneller durch und sollte daher rechtzeitig vor dem ersten Frost abgedeckt werden.
2. Den Rasen winterfest machen
Vor dem Winter sollte der Rasen ein letztes Mal höher gemäht werden, damit die Gräser genug Licht bekommen und sich gegenüber dem Moos behaupten können. Die Rasenkanten sollten ebenso noch einmal abgestochen werden, um zu verhindern, dass sich das Gras ausbreitet:
- Lose Blätter, kleine Äste, Moos einsammeln
- Rasen mähen (Mähhöhe: 5 – 6 cm)
- Beim Mähen restliches Laub aufnehmen
- Rasenkanten abstechen
3. Das letzte Laub entfernen
- Vom Rasen oder der Wiese:
Blätter kleben durch Feuchtigkeit und Kälte oftmals zusammen und bilden so eine licht- und luftdichte Schicht durch die Gräser und Nachwuchs kaputt gehen.
- Gehwege und Stufen:
Auf nassem Laub herrscht Rutschgefahr!
4. Wasser abstellen und Gartenschläuche verstauen
Beim Vorbereiten des Gartens auf den Winter sollten Sie auch den Außenwasserhahn sichern. Gefrierendes Restwasser in den Leitungen kann Rohre und Hähne beschädigen.
Befolgen Sie daher diese Schritte:
- Wasserleitung im Haus absperren
- Außenhahn öffnen, damit Restwasser ablaufen kann
- Anbauteile (z. B. Schlauchkupplungen) abnehmen
- Gartenschläuche verstauen
- Zubehör frostfrei im Haus lagern
5. Bäume, Stauden und Hecken zurückschneiden
Bäume sollten im Herbst bei milden Temperaturen geschnitten werden – nicht bei Frost. Wichtig dabei ist, das passende Werkzeug zu verwenden: Gartenschere für dünne Zweige, Astschere oder Säge für dickere Äste.
Stauden müssen nicht zwingend zurückgeschnitten werden, außer sie sind zu groß oder faulen. Hecken lassen sich am besten im September oder Oktober schneiden.
6. Pflanzen für den Winter bereit machen
Hier gilt es zwischen winterharten und nicht-winterharten Pflanzen zu unterscheiden. Winterharte Pflanzen wie Rhododendren, Christrosen oder Heidekraut können draußen bleiben. Für die meisten Pflanzen ist das Winterquartier idealerweise drinnen, nicht-winterharte Arten wie Geranien oder Hibiskus sollten vor Frost ins Winterquartier – meist ein kühler, dunkler Raum wie der Keller. Lichtliebende Gewächse stellt man ans Fenster:
- Winterfeste Pflanzen können draußen bleiben z.B.: Rhododendren, Christrosen oder Heidekraut (ggf. mit Vlies oder Noppenfolie bedecken)
- Nicht-winterfeste Pflanzen sollten drinnen am Fenster platziert werden (das betrifft die meisten Pflanzen)
7. Gartengeräte und Werkzeuge reinholen
- Schaufel, Schere und Hacke gründlich reinigen
- Von Schmutz und Rost befreien
- Im Winterlager platzieren (z.B.: Garage / Keller)
8. Gartenmöbel einlagern
Um auch im nächsten Jahr wieder einen super Job leisten zu können und Ihnen ein paar Stunden der Erholung zu verschaffen, sollten Sie Ihre Gartenmöbel in folgenden Schritten einwintern:
- Gartenmöbel reinigen und trocknen lassen
- Schutzhüllen überziehen und gut befestigen
- Luftzufuhr gewährleisten, um Schimmelbildung zu vermeiden
Weitere Einsatzmöglichkeiten für Gartenabfälle:
Vor dem Winter lassen sich Gartenabfälle wie Laub, Reisig und Äste zu Haufen zusammentragen. Diese bieten Igeln, Mäusen und Insekten wertvolle Rückzugsorte. Alternativ können Sie Rasenschnitt und Laub zu einem Kompost aufschichten, den Mikroorganismen und Würmer im Laufe der Zeit in nährstoffreichen Humus verwandeln. Wichtig dabei sind, eine ausgewogene Mischung der Materialien, da nicht jedes Laub geeignet ist, sowie der richtige Standort: halbschattig und auf offenem, nicht versiegeltem Boden. So entsteht bis zum Frühjahr frischer Humus für Ihren Garten.